Über ihre Erlebnisse schreiben sie einen Brief nach Hause:
Liebe Inselfreunde,
Puh... endlich geschafft meine Reise war wirklich anstrengend! Und jetzt stehe ich hier vor einem riesigen Gebäude aus Backstein mit durchsichtigen Brettern. Aber viel schlimmer ist das ganze Gewusel um mich herum. Viele große und kleine Kinder mit einem großen Klotz auf dem Rücken kommen ganz schnell mit so einem zweirädrigen Ding angefahren. Und da, wieder Kinder mit einem Klotz auf dem Rücken stürmen aus einem Raum mit vier Rädern dran. Dieses Ding kann sich auch noch fortbewegen. Aber es stinkt sehr und gibt Rauch von sich. Ich staune nicht schlecht.
Ich will in das Gebäude reingehen und alle starren mich dabei komisch an und schauen auf meine selbstgemachte und natürlich eigenhändig geschlachtete Schlangenlederhose. Aber ich schaue auch auf ihre blauen Hosen, die hier fast jeder trägt. Ich will also in das Haus rein, da stoppt mich ein unfreundlicher Mann und sagt: "Erst beim Klingeln reingehen!" Ich schrecke zurück, auf meiner Tunga-tunga Insel sind alle immer sehr gut gelaunt und genießen das Leben, aber hier schaue ich in entnervte, gelangweilte und lustlose Gesichter.Plötzlich höre ich ein ganz komisches Klingeln und die meisten Kinder gehen gelangweilt in die große Hütte hinein. Ich werde einfach mitgeschoben. Was mache ich jetzt bloß? Ich folge einfach einem Mädchen, das ich sympathisch finde und gelange in einen großen Raum von einem langen Flur wo ganz viele Türen abzweigen. Ich setze mich in der letzten Reihe auf einen Stuhl, der vor einem länglichen Tisch steht.
Alle Kinder holen aus ihren Rückenvierecken schmale Platten heraus und Bücher, außerdem noch ein ganz kleines Täschchen, in dem längliche Gegenstände drin sind. Eine Frau kommt herein und bittet alle aufzustehen. Auch ich erhebe mich. Sie sagt was, was ich nicht verstehe, es ist wohl eine Fremdsprache. Die Kinder sagen ebenfalls etwas Unverständliches. Nach der Begrüßung fangen einige Kinder an zu reden, woraufhin die Frau lauter wird. Es kommt mir so vor das die Frau der Häuptling und die Kinder die Untertanen sind.
Sie fängt an etwas zu erklären und malt mit weißen Stäbchen an einem grünen Brett rum. Nach kurzer Zeit beobachte ich, wie ein Mädchen etwas auf einen Zettel malt und es einem Jungen gibt. Aber es sieht auch nicht aus, als wenn sie Zeichen machen würde. Die Beiden grinsen sich die ganze Zeit zu.Die Frau an dem grünem Brett erklärt viel, aber keiner hört ihr richtig zu. Manche machen auch andere Sachen. Das regt die Frau sehr auf, daraufhin malt sie irgendwas auf einen Zettel, aber wie auch bei dem Mädchen sieht es irgendwie mehr nach Zeichen aus.
Plötzlich kommt wieder dieses komische Läuten und alle packen Sachen in ihre Rückenvierecke und räumen manche Sachen wieder raus. Diesmal kommt ein Mann in die Klasse und alles ist mucksmäuschen still. Es läuft alles gleich ab. Nur das der Mann nach sogenannten Hausaufgaben fragt. Was sind Hausaufgaben, frag ich mich? Wenn die Kinder etwas sagen wollen, dann müssen sie die Hand heben, habe ich erfahren. Auch der Mann malt wieder auf dem grünen Brett mit weißen Stäbchen herum. Dann schreiben die Kinder alles von dem grünen Brett ab in ihre zusammengehefteten Zettel. Nach kurzer Zeit kommt wieder das laute Läuten, alle freuen sich, holen Brote aus ihren Klötzen und rennen glücklich auf den Hof vor dem Gebäude. Diese Stimmungsschwankungen, heute morgen waren alle noch total lustlos, entnervt und gelangweilt und jetzt sind sie total glücklich und ausgelassen. Ich verstehe das alles gar nicht. Deshalb ist es wohl besser, wenn ich mich wieder auf meine lange Reise zu meiner Tunga-tunga Insel mache.
Bis bald, liebe Inselfreunde!
Eure Johanna
geschrieben von: Johanna Schweer
Nadine Aufderhaar, Jessika Litau, Alexander Schulz und Thomas Jordan
