Es war ein fröhlicher Abschied, den die Mitglieder des Sommerlagers des
"Vereins für Natursport und Kunst Hase-Ems" in Fürstenau feierten. Es gab viel Wissenswertes und Sehenswertes zum Abschluss einer Reihe von ereignisreichen Tagen.
Akrobatisch: Auch der Seiltanz gehörte zum Programm.
Um 13 Uhr gingen die ersten Aktivitäten am Tag des offenen Projektes in der IGS-Turnhalle über die Bühne. Ein Teil der Kinder präsentierte die innerhalb kürzester Zeit erworbenen Fähigkeiten im Judo. Um 14 Uhr ging es auf dem Zeltplatz an der Schule mit den Präsentationen der Ländergruppen weiter. In Gruppen hatten sich die Jungen und Mädchen mit Ländern wie Deutschland, Vietnam, Russland oder Polen beschäftigt. Am letzten Tag folgte dann die Präsentation der Ergebnisse. So stellte beispielsweise die Portugal-Gruppe den Straßenkarneval vor, der zu Ehren verschiedener Schutzheiliger zelebriert wird. Die Gruppe Russland zeigte in einem Schauspiel am Fürstenauer Draisinenbahnhof, wie die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok vonstatten geht. Interessant waren auch die Darstellungen einer libanesischen Hochzeit oder eines indischen Theaterstücks. Zum Abschluss der Länderpräsentationen gab es zudem den "Lagerflashmob", einen ausgelassenen Gruppentanz.
Natürlich stand auch wieder eine Zirkuspräsentation auf dem Programm, und zwar im Forum der IGS. Kinder und Betreuer aus dem Lager sowie Schüler der Paul-Moor-Schule in Bersenbrück und Mitglieder des IGS-Schulzirkus Fantasia und Schülerinnen und Schüler der JKR Greven boten den Zuschauern eine gute Show. Nach der rhythmischen Einstimmung des Publikums durch eine Trommelperformance leiteten die Moderatorinnen Siri und Sonja durch ein Programm, in dem Jongleure, Clowns, Einradfahrer, Kugelläufer, Tänzer und Pantomime ihr Können zeigten. Besonders beeindruckend waren die Darbietungen der Luftakrobaten sowie ein waghalsiger Tanz auf dem Drahtseil.
Beeindruckt von der Leistung der Kinder waren nicht nur Eltern und Besucher. In ihren Reden nach den Darbietungen gratulierten sowohl Axel Klose als auch der stellvertretende Schulleiter der IGS, Josef Thale, den Schülern zu ihren herausragenden Leistungen.
Was aber macht das Sommerlager wirklich aus? Warum machen Jugendliche aus Deutschland und Russland bei der Ausbildung zum Jugendgruppenleiter mit? Jana ist 18 Jahre alt und studiert Umweltschutz im sibirischen Perm. Sie ist Gruppenleiterin und erzählte im Interview, dass sie über die Universität in Russland, die mit Axel Klose und dem Verein für Natursport und Kunst zusammenarbeitet, in das Lager gekommen ist. "Ich schätze die Atmosphäre und die gute Zusammenarbeit hier" erklärte sie. Sie werde auf jeden Fall wieder mitmachen.
Inga und Olivia sahen das fast genau so. Sie sind beide Schülerinnen der IGS. Als Betreuerinnen fanden sie die Workshops toll, die während der ganzen Zeit im Angebot waren. Dazu zählten unter anderem Sport- und Kunstkurse oder die Arbeit mit einem professionellen Clown.

Obwohl die Kinder auf elektronische Medien und Süßigkeiten verzichten mussten, schien dies die Gesamtstimmung nicht zu beeinträchtigen. Im Gegenteil, die Lücke wurde gut gefüllt – mit einem Faden. Den hatte jedes Kind bei Ankunft im Lager bekommen. In den Fadenworkshops bekamen sie Anleitungen, wie sie Figuren bilden konnten.
Begeistert von der internationalen Arbeit war auch die UNICEF. So wurden am Ende Jugendliche aus Deutschland und Russland für ihre Arbeit zum Thema "Kinderrechte" zu UNICEF-Junior-Botschaftern ernannt. Nastja Krylosowa, Tanja Kuchumova, Franzska Schenk, Ines Troffer, Daniel Nguyen, Maurice Werremeyer und Michael Nguyen vom Jugendkompetenzteam durften sich über diese Auszeichnung freuen.
Ein weiterer Aspekt des Lagers war auch die gesunde Ernährung. Hier beeindruckte die Leitung ein Test, den die Jugendleiterin Inga sich ausgedacht hatte. Nachdem einige Zeit gesunde Zwischenmahlzeiten auf dem Programm standen, konnten sich die Kinder entscheiden ob sie weiterhin Obst oder doch lieber Schokolade haben wollten. Die Entscheidung fiel zugunsten des Obstes aus.
Und so ging irgendwann ein faszinierendes Sommerlager in Fürstenau dem Ende entgegen – begleitet übrigens von vielen ehemaligen Lager- und Jugendgruppenleitern, die immer wieder das Sommerlager besuchten, um Kontakte zu pflegen und neue Menschen kennenzulernen. Das sagt eigentlich alles über das Treffen in Fürstenau aus.
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