
Computer, Keyboard, Kopfhörer: Mit dieser Ausrüstung lernen drei achte Klassen an der Justin-Kleinwächter-Schule arrangieren, produzieren und ein bisschen komponieren. Fotos: meg
"Wer will während der Pause hier bleiben?" Zwei Dutzend Teenie-Hände fahren hoch. "Das sind seltene pädagogische Momente", raunt Jochen Schroot, Musiklehrer an der Justin-Kleinwächter-Realschule.
Aber eigentlich ist es kein Wunder – schließlich dürfen die Schüler im Unterricht tun, was 14-Jährige am liebsten machen: Musik hören und Computer spielen. Obwohl – spielen ist vielleicht nicht das richtige Wort. "Kann mir einer erklären, was 130 bpm bedeutet?" Klar, 130 "beats per minute", 130 Schläge pro Minute. "Ihr habt acht Tracks, erläutert Christoph Scherer, Keyboard-Experte der Musikschule und Co-Lehrer beim Projekt "Musikalische Kreativität mit Bits und Bytes" in der Justin-Kleinwächter-Realschule. Darauf könnt Ihr die Loops anordnen. Ich will einen Hiat mit Tambourin." Mit Hilfe eines Beamers zeigt Scherer, wie das computertechnisch funktioniert. Wolfgang Bernhard, Leiter der Musikschule, lacht, als er das ratlose Gesicht der Journalistin sieht. "Ich versteh’ auch nur die Hälfte. Meine Welt ist doch eher das Brahms’sche Weihnachtsoratorium."
Bass-Kit-Beat, Bass-Drum, Beat Breaker, Blubb, Scratch-Way, Techno-Mücke
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