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JKR - Testschule für den Berufsnavigator im Kreis Steinfurt 22.09.2008

Denn um Berufswahl ging es bei einem ganz besonderen Testverfahren. Das Prinzip: Kleine Cliquen, die sich sehr gut kennen, schätzen untereinander die Fähigkeiten ihrer Mitglieder ein – Einfühlsamkeit beispielsweise oder Gründlichkeit oder Organisationstalent. Und daraus lassen sich oft bessere Rückschlüsse auf die Eignung eines Menschen für einen Beruf ableiten als aus den Noten. "Wir können die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen nicht bewerten – und wollen das auch nicht", sagt dazu Schulleiterin Elke Steimann.

Was man aber will, ist, den Schülern einen möglichst reibungslosen Start in den Beruf zu ermöglichen. Die Justin-Kleinwächter-Realschule hat sich deshalb um die Teilnahme an einem Pilotprojekt des Kreises zur Berufsberatung beworben. Und schon nach dem ersten Testdurchlauf ist Steimann des Lobes voll: Der Computer spuckt aufgrund der Rückmeldung der Cliquen für jeden einzelnen Schüler zehn Berufsvorschläge aus – Vorschläge, die nicht selten auch die Schüler verblüffen. Da wurde beispielsweise ein Talent für den Fachwirt Medienkommunikation entdeckt – bei gleichzeitiger Begabung für das Tischlerhandwerk. "In beiden Fällen spielen Kreativität und Präzision eine Rolle", verweist Meryem Celikkol vom "Berufsnavigator" auf nur einen der sehr komplexen Zusammenhänge. In einem Gespräch mit Psychologen kommen dann noch die Neigungen der Schüler ins Kalkül, so dass am Ende zwei, drei realistische Empfehlungen übrig bleiben. "Diese können dann bereits in den Praktika im Februar berücksichtigt werden", erläutert Steimann.

Dann geht’s los: 22 Schüler lassen sich von Butke die Regeln erklären: Eine Eins gibt’s nur bei absoluter Spitze – "davon gibt’s vielleicht einen an der Schule". Eine Sieben ist grottenschlecht, eine Fünf Durchschnitt. Am interessantesten sind für die Berufsberater die Noten Zwei bis Vier – sehr gut bis drei Plus, sozusagen. Immer sieben Namen leuchten gleichzeitig auf einer Leinwand auf. Der Betreffende bewertet sich selbst, und er wird von zwei, drei Freunden benotet, dann kommen die nächsten sieben an die Reihe. 50 Merkmale werden jeweils abgefragt. Die SMS-geübten Schüler tippen rasch, keiner braucht lange nachzudenken. Und das ist gut so. Butke: "Das Bauchgefühl ist wichtig und richtig."

VON MONIKA GERHARZ, GREVEN

Auf der Website Berufsnavigatoren erfährt man alles über Inhalt und Verfahren des Testverfahrens.
Das Testverfahren wird am 23./ 24. September in den Klassen 9 durchgeführt!

Merkblatt zum Thema Berufsnavigator.doc (26 KB)

Organisation beim Einsatz des Berufsnavigators.doc (614 KB)

Einverstaendniserklaerung.doc (82 KB)

Zeitschema Muster drei Berater.doc (33 KB)



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