Russland ist unendlich groß, es hat mehrere Klima- und Vegetationszonen. Ca. 148 Mil. Menschen leben dort. Ein Land mit interessanten Menschen, die voll herzlicher Gastfreundschaft sind. Es ist aber auch ein Land mit großen wirtschaftlichen, sozialen und ethnischen Problemen. Denn ca.100 Mill. Russen leben unter der Armutsgrenze. Mit uns Deutschen verbindet sich eine wechselvolle und tragische Geschichte, an vielen Kriegsdenkmälern mit Ehrenwachen überall im Land sichtbar.
Seit 15 Jahren ist Russland auf dem langen Weg zu Demokratie und Menschenrechten, ein Land, das erst langsam lernt, den Wert und die Würde des Menschen zu verstehen und sich der persönlichen Not seiner Bewohner anzunehmen.
Behinderte sind besonders hart betroffen. Ihrer noch immer verlorenen Situation nehmen sich tatkräftige Menschen in
Dubna (120 km nordwestlich von Moskau) an, zu denen die russische Malteser Gruppe gehört. Ein Netzwerk aus sozialen, musischen und wissenschaftlichen Gruppen bzw. Einrichtungen drüben wie hier möchte mithelfen, Behinderten ihren berechtigten Platz in der russischen Gesellschaft zu erkämpfen.
Möge aus dem neuen Schulprojekt
eine lebendige Partnerschaft mit vielen Begeisterten und persönlichen Kontakten werden, um Schulausbildung, Therapie, Familienhilfe, Völkerverständigung und vieles mehr zu ermöglichen.
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(Fotos/Text: wk/wk)
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Briefe aus Dubna
Wladimir Kopossov, Leiter des MHD-Dubna schrieb am 20.12.2009
Liebe Schülerinnen und Schüler,
Liebe Lehrerinnen und Lehrer,
Sehr geehrter Herr Ingo Krimphoff,
schöne Weihnachtsgrüsse an Sie alle aus ferner Stadt Dubna senden Ihnen behinderte Kinder und deren Eltern, sowie Dubnaer Malteser.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen für sehr wichtige Hilfe, die Sie uns durch Weinachsbasar leisten.
Die Krise hat Russland mehr als viele andere Länder getroffen und wird voraussichtlich auch länger hier dauern, weil Russland ein Rohstoffland ist und Rohstoffe werden in den Krisenzeiten nicht so stark gebraucht. Nach wie vor steht auch die Krise in vielen politischen Köpfen hierzulande, soziale Belange werden nicht vorrangig gedeckt und wenn dann nur die ganz einfachsten. Desto wertvoller ist Ihre Hilfe, die das Leben von vielen Kindern etwas erleichtert und verschönert.
Mögen alle Ihre Taten und Familien gesegnet sein
Frohe Weihnachten!
Im Namen von allen,
Wladimir Kopossov, MHD Dubna
Я в Моем Мире - http://my.mail.ru/mail/kopossov/
Wladimir Kopossov, Leiter des MHD-Dubna schrieb am 6.1.09
Sehr geehrte Frau Steinmann,
Liebe Schülerinnen und Schüler,
Liebe Eltern, Lehrer
Wir möchten uns für die für unsere behinderten Kinder sehr wichtige Hilfe bedanken, die durch Ihre Bemühungen zustande kommt. Unsere behinderten Kinder bekommen vom Staat eine nur begrenzte Hilfe, um sozusagen nicht zu verhungern. Handelt es sich um den Kauf eines teueren, aber unentbehrlichen Rollwagens, Computers oder Lernhilfen bei der Montessoriausbildung oder Finanzierung eines Weihnachtsabends mit behinderten Kindern und deren Eltern, oder einer Theaterreise (und solche Zusammenkünfte sind sehr wichtig speziell für Behinderte), so ist Ihre Hilfe unentbehrlich. Durch die Krise verlieren nun einige alleinstehende Mütter ihre Arbeitsstellen oder werden zusätzlich beurlaubt oder manche können gar nicht arbeiten, weil sie auf die Kinder aufpassen müssen. Und unser Staat hat wie gesagt speziell in den letzten Jahren wiederum andere Prioritäten als Hilfe an konkrete Bedürftige. Er will her sich selber stärken. Leider. Deswegen bedanken wir uns für Ihre Hilfe und hoffen, dass die auch weiter bestehen wird, soweit es möglich ist.
Wir möchten Ihnen allen ein gutes Neujahr wünschen.
Im Auftrag Dubnaer Malteser, auch Eltern-Verein WERA
Wladimir Kopossow
© Justin-Kleinwächter-Realschule, Greven, bearbeitet: 22.12.2009 / ck